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Kölsche Expeditionen
Ankündigung unserer Touren im Rahmen des Stadtentdeckungsfestivals
aus: Kölnische Rundschau
am 22. März 2010

Straßennamen erzählen auf Schritt und Tritt
Öffentliche Führung des Kölner Stadtführer e.V.
aus Kölner Wochenspiegel
am 26. März 2008, von Meyer-Pelzer

Den Gästen aus aller Welt Köln erklären

- Beliebt sind die Führungen in historischen Kostümen beispielsweise mit diesen Rokokodamen (Daniela Scarpati Kozlačkov und Petra Lentes-Meyer)
Kölner Stadtführer e.V.
feiert sein 15-jähriges
aus Kölner Wochenspiegel, Lindenthal
am 5. März 2008
von Meyer-Pelzer
Köln – „Unsere Stadtführer werden zunehmend weniger gefragt: Und was machen Sie sonst noch?“, resümierte Petra Slomka, Geschäftsstellenleiterin von Kölner Stadtführer e.V. anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Vereins. Der zertifizierte Gästeführer sei mittlerweile ein anerkannter Beruf mit Berufsverbandsqualifizierung.
Unter den Gästen der Feier konnte sie auch Ex-Oberbürgermeister Norbert Burger als ehemaligen Schirmherrn des 1994 in Köln gemeinsam mit den Heidelbergern gegründeten Bundesverbandes der Gästeführer (BVGD) willkommen heißen.
75 Mitglieder hat der 1992 gegründete Verein heute. 14 Nationen sind unter den Stadtführern vertreten und Führungen in 14 Sprachen möglich, auch in Kölsch, wie Petra Slomka betonte.
Durchschnittlich neun öffentliche Führungen pro Monat zu insgesamt 70 unterschiedlichen Themen wie „Kölner Straßennamen“, „Römisches Köln“, „Frauengeschichten“, spezielle Führungen für Behinderte sowie die beliebten „Historischen Kostümführungen“ werden angeboten.
Der Direktor des Kölnischen Stadtmuseums Dr. Werner Schäfke betonte die neue Konzeption des Stadtmuseums, das Köln als Bühne europäischer Geschichte zeigen wolle, und erwähnte, dass er selbst bei seinen eigenen Führungen erst nach fünf Jahren das „Lampenfieber“ vollständig überwunden habe. Stadtführungen seien also gar keine so leichte Angelegenheit.
Welcome to Cologne! Bienvenue à Cologne!
aus der Kölnischen Rundschau
am 27.02.2008
Seit 15 Jahren begleitet der Verein der Kölner Stadtführer Besucher und Einheimische auf ihre Entdeckungstour durch die Stadt. In 14 Sprachen und „op kölsch“ werden die Rundgänge angeboten. Ob nun bei einer historischen Kostümführung in die Vergangenheit oder bei einem Besuch in der Kölner Unterwelt: Der Einfallsreichtum der 75 Mitglieder hat auch nach 15-jährigem Bestehen nicht nachgelassen: „ Wir lassen unsere Gäste erkennen, was das ist: Köln ist ein Gefühl“, erklärte die Vereinsgeschäftsführerin Petra Slomka.
Mit Schlafmasken durchs alte, übel riechende Köln
19. Weltgästeführertag – 30 Prozent mehr Stadtführungen
aus der Kölnischen Rundschau
am 25.02.2008
VON VERENA WERNER
Wer glaubt, er kennt Köln wie seine Westentasche, der irrt sich garantiert. Stadtführungen nämlich erspüren entlegene Winkel, öffnen Türen, die dem Normalbürger eigentlich verschlossen bleiben oder decken verrückte Geschichten auf, die hinter scheinbar unscheinbaren Fassaden stecken. Mehrere hundert solcher Stadtführungen werden inzwischen angeboten.
Natürlich kann man auf den Spuren von Tünnes und Schäl, von Heinrich Böll, den Heinzelmännchen oder römischen Soldaten wandeln. Abenteuerlich wird es bei dem Abstieg in die Kölner Unterwelt, feucht- fröhlich bei einer Brauereiführung, (…). Egal ob als Tourist, (…), als Kölner Urgestein oder als frischgebackener „Imi“, innerhalb des bunten Stadtführungs-Angebots kann jeder Köln für sich neu entdecken lernen.
„Brücken schlagen, Brücken bauen“
Gerade zum gestrigen 19. Weltgästeführertag haben sich einige Veranstalter neue Führungen einfallen lassen. So auch Petra Slomka von den Kölner Stadtführern. „Passend zum Thema des Tages ,Brücken schlagen, Brücken bauen hat unsere Führung zur Geschichte der Hohenzollernbrücke Premiere“, erklärte sie. Doch natürlich hat der Verein nicht nur die klassischen Geschichtsführungen im Repertoire. Manchmal dreht sich auch alles um die Banane, wenn die Kunst des Bananensprayers Thomas Baumgärtel unter die Lupe genommen wird. „Mehr Touristen bedeuten mehr Führungen“, erklärt Slomka, „Wir verzeichnen aus dem letzten Jahr eine Steigerung um 30 Prozent. Zu den öffentlichen kommen mehr und mehr private Führungen. Sprachen sind kein Problem. Unsere Mitarbeiter sprechen 14 Sprachen und auch Kölsch.“
(…)
Von Aussätzigen und Henkern
aus der Kölnischen Rundschau
am 25.02.2008
von Verena Werner
„Schon im Mittelalter galt der Eigelstein als ein anrüchiges Viertel“, erklärte Stadtführerin Parthena Pauli gestern ihrer Besuchergruppe am Weltgästeführertag. Der Verein Kölner Stadtführer hatte zu dem besonderen Anlass zu kostenlosen Führungen eingeladen.
Pauli berichtete von der Historie des Eigelsteins, der vor 500 Jahren hauptsächlich von Kohlbauern und armen Menschen bewohnt wurde. „Das Gebiet lag außerhalb der Stadtmauer und war nur sehr wenig bebaut.“ Die Menschen hätten dort damals Vieh gehalten und Landwirtschaft betrieben. Auch Aussätzige, Henker und Prostituierte befanden sich unter den Bewohnern.
Zur bewegten Geschichte des Veedels gehöre auch die Verehrung der heiligen Ursula. Die Stadtführerin berichtete von der Knochenkammer in St. Ursula und der Geschichte des Ursulinenklosters. Viele der Besucher staunten nicht schlecht, als Pauli erklärte, dass der heutige Standort dem Düsseldorfer Kurfürsten Jan Wellem zu verdanken ist.
Vera Oberdörffer aus Hohldahl freute sich, ihr Stadtwissen aufzufrischen.
„Man entdeckt bei einer solchen Führung ganz neue Facetten“, meinte auch der gebürtige Kölner Dieter Döllert. Immer wieder wies die Stadtführerin darauf hin, welche große Wandlungen am Eigelstein stattgefunden haben. Die Häuser in der Gasse Im Stavenhof, die früher von Prostituierten bewohnt wurden, und die Gebäude in der Weidengasse seien nun dank der Restaurierungen wieder in einem sehenswerten Zustand. „Schön, dass heute so viele Menschen gekommen sind“, so Pauli (att)
Gästeführer schlagen Brücken
aus: FineArtReisen
Geschichten aus Nah und Fern - Länder Kultur Literatur Kulinaria - Reisegeschichten und Reiseinformationen im Internet
Datum: 11.02.2008
Quelle: FVA D Nordrhein-Westfalen
Brücken schlagen - Brücken bauen: unter diesem Motto findet am 21. Februar der Weltgästeführertag statt. Dabei geht es nicht nur um Brücken, die Stadtteile oder Landschaften miteinander verbinden - auch Brücken zwischen Generationen, Nationalitäten, Kulturen und Religionsgemeinschaften stehen im Fokus der im Bundesverband der Gästeführer in Deutschland (BVGD) organisierten Gästeführer. In Nordrhein-Westfalen werden rund um diesen Tag kostenlose Führungen angeboten:
Gleich sechs Führungen stehen am 24. Februar in Köln auf dem Programm. Der Verein Kölner Stadtführer schlägt zunächst eine Brücke zwischen den Kulturen: Auf der Führung durch das Eigelsteinviertel erleben Gäste das bunte Nebeneinander von typisch kölschen Kneipen, Kebab-Buden und noblen türkischen Restaurants (11 Uhr). Eine geistige Brücke zwischen zwei Kunstepochen wird im Museum Ludwig geschlagen. Sowohl die Malerei der "Brücke" als auch Werke des Neuen Expressionismus stehen dabei im Mittelpunkt (12 und 14 Uhr). Unter dem Motto "Brücken im Rahmen" sind im Kölnischen Stadtmuseum Bilder von den die Stadt prägenden Brücken zu sehen (15 Uhr) (...)
Römische Kloake als Bierkeller
Kölner Stadt-Anzeiger, 10. April 2006
Auftaktveranstaltung der "Expedition Colonia" - Führungen auf unbekannten Pfaden
"Was in Köln zweimal gut läuft, wird gleich zur Tradition", sagte Oberbürgermeister Fritz Schramma am Samstag bei der Auftaktveranstaltung zur "Expedition Colonia". Und bei der Eröffnungsführung durch das Prätorium wären gerne mehr Römer-Fans mitgegangen als angemeldet waren. Franz Jungeblodt vom Verein Kölner Stadtführer zeigte den Besuchern, dass man Köln durchaus mit Füßen treten kann - denn im Eingangsbereich des Prätoriums ist zur Verdeutlichung der römischen Stadtmauern und Hauptstraßen ein Luftbild Kölns auf dem Boden angebracht. Zur römischen Geschichte müssen sich die Besucher aus der Gegenwart immer in den Keller begeben, um, wie Jungeblodt sagte,"mit dem Fahrstuhl in die Römerzeit" zu fahren. Neben dem römischen Palast unter dem Spanischen Bau liegt, ebenfalls gut erhalten, eine Kloake. Das 145 Meter lange Stück römischer Kanalisation (unter der Budengasse) wurde in späteren Zeiten durchaus sinnvoll genutzt: Vor knapp 100 Jahren hielten die Altstadtbrauereien bei Temperaturen um die acht Grad Celsius ihr Kölsch kalt. Während des Zweiten Weltkrieges diente der ehemalige Abwasserkanal, der knapp zehn Meter unter der Erde liegt, sogar als Luftschutzkeller.
Bei mehr als 320 Terminen haben Expeditions-Liebhaber in den nächsten drei Wochen die Möglichkeit, sich auf unbekannte Pfade zu begeben: Denn wer weiß, zum Beispiel, wo es in Köln die beste Auswahl von Lakritzbonbons gibt- oder wie der Bär zu seinem Lauch kommt ? (mct)
Die Welt zu Gast bei freundlichen Stadtführern
Touristischer Nachrichtendienst NRW-Tournews, 18. Januar 2006
Köln (nrw-tn). Am deutschen Weltgästeführertag, der als "International Tourist Guide Day" seit 1989 weltweit am 21. Februar durchgeführt wird, können Interessierte auch in diesem Jahr wieder die Arbeit von gut ausgebildeten und im Bundesverband der Gästeführer in Deutschland (BVGD) organisierten Gästeführern kennen lernen. Die überwiegend kostenlosen Führungen finden in diesem Jahr - anlässlich der anstehenden FIFA WM 2006 - bundesweit unter dem Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden - A time to make friends" statt. Dabei steht der Fußball nicht unbedingt im Mittelpunkt der Führungen; das Thema wird jeweils an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Die Angebote sollen auch während der WM buchbar sein. Zu Gast bei Freunden ist man in Nordrhein-Westfalen natürlich nicht nur während der Fußballweltmeisterschaft. Die närrische Welt etwa trifft sich regelmäßig in der fünften Jahreszeit in den rheinischen Karnevalshochburgen. In Köln ist Karneval seit dem vergangenen Sommer eine dauerhafte Angelegenheit: Das ganze Jahr über können sich Jecke - und nicht-jecke Neugierige - im neuen Karnevalsmuseum mit der Vielfalt des Karnevals von seinen Anfängen in der Antike bis zur Gegenwart beschäftigen. Wer zum Beispiel etwas über die Herkunft von Bauer und Jungfrau erfahren möchte, kann sich einer kostenlosen Führung des Vereins Kölner Stadtführer am 19. Februar anschließen.
"Kölleluja" - Weltjugendtag in Köln - Eindrücke einer "Freiwilligen"
Cicerone, Mitteilungsblatt des Bundesverbandes der Gästeführer in Deutschland e. V., Ausgabe 2/2005 (November)
Dieser Bericht wurde von Petra Slomka, Vorstandsmitglied und Stadtführerin des Kölner Stadtführer e. V. geschrieben.
"Kölleluja" - das war die schöne Überschrift der Tageszeitung am Tag nach dem Papstbesuch. Sie drückt aus, wie sehr die Kölner dieses Jugendevent für sich vereinnahmten, und es spiegelt in einem einzigen Wort die Stimmung eines Weltjubeltages wieder. Ich war einer der vielen tausend "volunteers", eingesetzt an einem der Info-Stände in der Stadt. Auf meinem knallorangeroten T-Shirt war auf dem Rücken zu lesen CIC - Culture in the city. Es war vorgesehen, die WJT-Gäste mit kulturellen Infos zu beglücken, wenn sie denn gewünscht würden ... Dazu kam es aber kaum! Ich hätte besser einen crash-Kurs bei den Öffentlichen Verkehrsbetrieben in Köln gebucht statt meine Kompetenz als Stadtführerin einzusetzen.
Die meisten Fragen wurden nach dem Motto gestellt:" Wo sind Lebensmittelgeschäfte, Toiletten, Essensausgaben, Umsteige-möglichkeiten ?", "wie lange sind die Wartezeiten?", "welche kirchlichen Veranstaltungen empfehlen Sie?", "wo sehe ich den Papst am besten?" usw. Kultur wurde auf andere Art gelebt, nicht so, wie wir es uns in der Domstadt Köln vorgestellt hatten. Ich war einen Nachmittag und zwei Abende am Info-Stand. Beim dritten Einsatz hatte ich schließlich gelernt, auf (fast) alle Fragen Antwort zu geben - aber da kam kaum mehr jemand zum Neumarkt, wo ich, zusammen mit einem Team von vier anderen "volunteers" begierig wartete, mein Neu-Wissen anzubringen. "Benedetto" fuhr zu dieser Zeit auf dem Rhein und durch die Straßen und hielt alle in seinem Bann. Weit von uns entfernt! Trotz aller Transport-Hindernisse - und die waren teilweise heftig - blieben die WJT-Teilnehmer geduldig, gelassen, diszipliniert, fröhlich, sangen und tanzten während langer, langer Wartezeiten. Die Fröhlichkeit war ansteckend. Die Kölner U- und Straßenbahnen mutierten zur internationalen disco-Meile, jeder sprach mit jedem, jeder sang mit, ob er die Texte kannte oder nicht, ob Teilnehmer oder nicht. Benedetto=Benissimo!
Eine Woche später das Kontrastprogramm: viele tausend Jugendliche Fußballfans zogen durch die Stadt zum Stadion. Grölend, schreiend und mit Bierflaschen versorgt. Schade! In der U-Bahn sitzt man sich nun wieder stumm gegenüber. Es sich ausgeköllelujat. Das nächste Event: "Kölle Alaaf!"